(m)ein Jahr ohne Kleiderkauf 2016 – ein Fazit

ein Jahr ohne kleiderkauf

Kaum hat das neue Jahr begonnen, gibts doch noch mal einen Blick zurück ins Jahr 2016. Denn mein Rückblick auf (m)ein Jahr ohne Kleiderkauf 2016 und meine persönliche #littlebeekauftnix Challange ist noch ausständig.

Begonnen hat alles mit der Idee und dem Versuch, ein Jahr lang keine Klamotten zu kaufen.
Ich habe mir dieses Experiment nur aus einem einzigen Grund vorgenommen.
Ich wollte wissen ob es funktionieren kann.
Ich wollte wissen, wie sehr ich in dieser Konsumgesellschaft gefangen bin.
Ob ich es persönlich schaffen kann, zu verzichten.
Und wo meine Grenzen in Sachen Selbstherstellung sind.

ein Jahr ohne Kleiderkauf

Der Beginn war sehr einfach und voll Motivation. Ich habe meinen Kleiderschrank rigoros ausgemistet und einige Säcke in die AltkleiderSammlung gegeben. Einen ganzen Stapel im Schrank gelassen, von dem ich nicht genau wusste, ob ich ihn noch behalten möchte oder nicht – das wollte ich spätestens nach diesem Jahr entscheiden. Und ein kleiner Stapel zum upcyclen ist in meinem Stoffschrank gelandet.
Im Kleiderschrank geblieben ist eine relativ gut sortierte Garderobe.  So hatte ich einen Überblick über den aktuellen Stand. Solch ein Ausmisten empfehle ich übrigens ganz generell jedem mindestens einmal im Jahr. Ballast abwerfen tut unheimlich gut, ein Aufräumen im Kleiderschrank ist sehr befreiend, finde ich.

Tasche ALVA/ Sweatjacke PHOENIX/ Herrenhemd MEISTER LENZ/ Kameratasche KLEIN SMILLA/ Kleid DOLORES/ Jeans BIRKIN FLARES/ Tasche FOLD OVER CLUTCH/ Blazer LADY GRACE/ Tasche TÄSCHII WILMA/ Tragejacke WIND&WETTER PARKA/ Blazer LADY GRACE/ Tasche HANNY/ Fledermausshirt ALICE/ Wickeltasche MAMA DELUXE/ Short COACHELLA/ Blusenkleid MARIGOLD/ Hoodie PALOUIS/ Walk Jacke JAKKE/ Kameragurt LITTLEBEE/ Jacke WIND&WETTER PARKA

Das große Shoppen habe ich eigentlich von Beginn an nicht vermisst. Ich muss aber zu meiner Verteidigung sagen – in diesem Punkt bin ich die absolute Anti-Frau. Ich mache mir schon lange nichts mehr aus einem Tag im Einkaufszentrum mit 20 Sackerln beladen herumschlendern und zu guter Letzt ein Kaffeetratsch mit Freundinnen. Sorry, not my world.

Außerdem war mir ja nach der Bestandsaufnahme im Kleiderschrank klar – ich brauche nichts.
Ich habe alles und bin gut versorgt. Allein DAS zu erkennen hat mich einen großen Schritt nach vorne gebracht.
Einen sehr sehr großen.
Dieser Gedanke hat so einiges mit mir gemacht.
Er hat es geschafft, mich auch über meinen restlichen Konsum nachzudenken zu lassen und darüber, was ich wirklich brauche und was nicht.
Aber dazu werde ich wirklich noch einen eigenen Beitrag verfassen. Was es in meinem Nähzimmer bewirkt hat, habe ich erst vor kurzem erzählt.

Meine Jahresbilanz

Als ich vor Kurzem alle genähten Teile 2016 hervorgeholt habe, wurde mir erst klar, wieviel ich tatsächlich produziert habe. Übers Jahr verteilt genäht kommt es einem sehr wenig vor. Insgesamt sind es 20 (!!!) Teile, also doch eine ganze Menge. Und weil ich den absoluten Vergleich haben wollte, habe ich mir eine Liste erstellt und genau eingetragen was ich gekauft und was ich genäht habe.

Diese Liste ist sicher auch für alle von euch interessant, die nicht selbst nähen, nur um einmal zu sehen, was man sich das ganze Jahr über so kauft. Die Liste gibt es hier zum downloaden. Mich würde euer Fazit sehr interessieren, falls ihr Lust habt, es mit mir zu teilen, würde ich mich sehr freuen. Markiert mich einfach auf Instagram oder Facebook oder postet euren Link hier als Kommentar unter diesen Beitrag.

Zu guter Letzt möchte ich noch sagen, ich habe es geschafft. Lediglich 6 Paar Socken und 2 Pkg Schlüppis habe ich mir gekauft. OK, und ein uni weisses Shirt für ein Fotoshooting, weil ich keines hatte und es dringend war. Und leider auch eine Jeans weil die Alte, vor genau 1 Jahr (!!!) gekauft, total durchgescheuert war und ein großes Loch hatte. Pfffff. Dazu werde ich bestimmt auch noch meinen Senf abgeben, weil so so ärgerlich ist.

Was bleibt nach so einem Jahr zurück?

Die Erkenntnis das ich von allem viel zu viel habe, nicht nur vor Kleidung. Das ich mit viel weniger auskommen kann, als ich immer gedacht habe. Und dasaAufräumen und ausmisten so unheimlich gut tu, das ich in vielen anderen Bereichen auch begonnen habe, auszumisten.
Und war das nun das Ende? Geht’s jetzt wieder normal weiter?
Nein. Ich glaube auch, das ist gar nicht mehr möglich.
Dieses eine Jahr ohne Kleiderkauf hat einfach viel verändert.
Wies genau weitergeht verrate ich bald.

XOXO
Michaela

hier nochmal alle meine Werke 2016 
in der Reihenfolge auf dem Bild von links nach rechts
Tasche ALVA/ Sweatjacke PHOENIX/ Herrenhemd MEISTER LENZ/ Kameratasche     KLEIN SMILLA/ Kleid DOLORES/ Jeans BIRKIN FLARES/ Tasche FOLD OVER CLUTCH/ Blazer LADY GRACE/ Tasche TÄSCHII WILMA/ Tragejacke WIND&WETTER PARKA/     Blazer LADY GRACE/ Tasche HANNY/ Fledermausshirt ALICE/ Wickeltasche       MAMA DELUXE/ Short COACHELLA/ Blusenkleid MARIGOLD/ Hoodie PALOUIS/        Walk Jacke JAKKE/ Kameragurt LITTLEBEE/ Jacke WIND&WETTER PARKA 

verlinkt: RUMS, Create in Austria

13 Kommentare

  1. Liebe Michaela!

    Ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken es einmal bewusst ohne Kleiderkauf zu versuchen… ich glaube jetzt ist es an der Zeit auch wirklich zu starten… somit wird es zu meiner persönlichen Challenge 2017… bin gespannt ob ich ähnliches berichten kann… Glg vera

  2. ursula tanner

    Also das finde ich total toll, ich glaub dass ich das nicht durchstehen würd.Gratuliere!

  3. Ani Lorak

    Hm – ich bin noch nicht so weit, aber auch auf dem Weg dorthin. Bin von Herzen Sammlerin, weiß um die Befreiuung auszusortieren, aber da blutet mein Herz und die Hoffnung stirbt zuletzt wieder 3 Kleidergrössen weniger zu haben… Ich arbeite daran und 20 Teile finde ich jetzt nicht wenig genäht zu haben, kaufe ich soviel über das Jahr… Das wäre auch mal interessant zu analysieren. Ich habe mir Stoffabbau vorgenommen und doch habe ich mich gerade eben ertappt, dass ich nur mal gucken musste bei reduzierten Stoffen, beim Sale – nichts gekauft, aber dennoch! Ich schaue mich mal um, Dein Blog bis dato noch nicht so präsent. Bin gespannt.

    • ja, du hast natürlich recht, 20 Teile sind auch nicht gerade wenig, ich hatte aber schon Jahre, da habe ich weitaus mehr genäht, und zwar nicht nur aus reinem Bedarf heraus sondern tatsächlich nur aus Spass; ganz schlimm, im Nachhinein beibrachtet absolute Stoffverschwendung und zudem auch noch aus wirklich schlechter Qualität. Das hat sich sehr gewandelt.
      Das Sammeln habe ich mir jetzt komplett abgewöhnt 😉
      Es ist schwer, da hast du recht, aber wenn man einen Anfang gemacht hat, wird es leichter.
      Liebste Grüße
      Michaela

  4. Klasse, danke für die tolle Zusammenfassung! Genau das ist mein Plan für dieses Jahr. Ich nähe jetzt ungefähr ein Jahr wirklich aktiv und hab in der Zeit schon gemerkt, wie wenig ich noch kaufe. Weil man beim Selbermachen halt doch mehr seinen Geschmack trifft als ein Laden. Und weil es günstiger ist und besser passt.

    Top, dass du durchgehalten hast, das motiviert mich jetzt noch mehr 🙂

    Liebe Grüße aus HH,
    Nora

    • Oh super, ich werde deine Beiträge verfolgen, ich finde es total spanend zu sehen, wie es anderen damit geht. Ich drück dir die Daumen für dein Vorhaben.
      Liebste Grüße
      Michaela

  5. Schöner Rückblick.
    Seit ich selber auf mass nähe, kann ich praktisch nichts mehr kaufen… mich stört es, wenn die Kleidung nicht si sitzt wie sie sollte, dann passt mir das Material nicht oder das Design oder, oder… ich vermisse das Kleidershoppen überhaupt nicht. Ich kaufe viiiiel lieber Stoff!

  6. Ich teile deinen Ansatz bezüglich unseres Konsumverhaltens total und habe mir auch schon lange nichts mehr gekauft. Deine Werke von 2016 sind echt schön und vor allem sind sie auch noch fair produziert (jedenfalls ab der Stoffweiterverarbeitung)! 🙂
    Liebe Grüße,
    Yvonne

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