mehreren Kindern gerecht werden – kann das gelingen?

Sobald man von Ein-Kind-Familie auf Zwei- oder Mehr-Kind-Familie wechselt stellt man sich die Frage automatisch. Kann ich als Mama überhaupt mehreren Kindern gerecht werden? Wird es mir gelingen, allen Kindern gleich zu begegnen?
Jedem die Aufmerksamkeit schenken, die es braucht?
Jedes Kind glücklich zu machen und auch mich?

Kann man tatsächlich mehreren Kindern gerecht werden?
Diese Frage habe ich mir tatsächlich schon oft gestellt.
Der Jüngste und ich verbringen die Vormittage zusammen, während die großen Brüder in der Schule sind. Er hat also täglich mindestens 4 Stunden Exklusivzeit mit mir. Zeit, die wir zusammen nutzen. In der ich Homeoffice mache, mir die Arbeit aber auch so einteile, das wir tatsächlich viel Funtime zusammen haben. Diese Exklusivzeit haben die beiden Großen ehrlicherweise nicht (mehr) mit mir. Es ist eher selten, das ich mit einem Kind ganz alleine Zeit verbringen kann.

Kann es also gelingen, allen Kindern gerecht zu werden?
Ist es möglich den Spagat zwischen den jeweiligen Bedürfnissen schaffen?
Wie kann man es schaffen, das alle glücklich sind und keiner zu kurz kommt.

Kann man mehreren Kindern gerecht werden?

Ich weiss noch, wie mich die Angst am Ende der ersten Schwangerschaft gequält hat, ich könne das zweite Kind niemals so sehr lieben wie das Erste. Ich hatte Angst, mein zweites Kind zu benachteiligen und der Situation nicht gerecht zu werden.
Im Grunde genommen hatte ich keine Ahnung, und wie konnte ich wissen, das sich die Liebe nicht halbieren und auf 2 Kinder aufteilen würde, sondern verdoppeln?

Mir hat mir fast das Herz zerrissen. Natürlich haben mir Freundinnen, die bereits mehrere Kinder hatten, versichert, man liebe sie alle, aber ich wusste es erst genau, als ich ein Bündel Mensch im Arm hielt und der große Bruder zur Türe herein kam um voll Stolz seinen kleinen Bruder zu bewundern.

Der Spagat zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen

Heute denke ich oft bei mir, allen Kindern gerecht werden ist eine Aufgabe geworden. Die unterschiedlichen Bedürfnisse 3 unterschiedlicher Mensch gerecht zu werden ist ganz sicher nicht immer einfach. Jeder hat andere Wünsche, und jeder der Dreien braucht mich und meine Aufmerksamkeit auf seine ganz bestimmte Art. Für die unterschiedlichsten Dinge.

So wie der Jüngste also seine Mama-Exklusivzeit vormittags hat, versuche ich den beiden Großen immer dann gerecht zu werden, wenn sie es brauchen. Sie sind zum Glück in einem Alter, in dem die geforderte Exklusivzeit mit Mama natürlich schon viel geringer ist. Aber das bedeutet nicht, das sie mich nicht unterstützend brauchen, zB bei der Vorbereitung von Dingen für die Schule. Oft ist es nur das kurze prüfen und wiederholen vor Tests, aber es wird natürlich gefordert und ist auch wichtig, sich ihnen uneingeschränkt widmen zu können. Auch in andren Belangen, wenn sie von der Schule erzählen oder anderen Dingen, die ihnen wichtig sind.

Der Spagat zwischen den einzelnen Wünschen und Bedürfnissen ist manchmal riesengroß, manchmal klappt es besser, machmal schlechter. Mehreren Kindern gerecht werden ist definitiv möglich. Ich mag den Satz „Jeder bekommt so viel wie er bewältigen kann“ sehr, denn er trifft bei mir in (fast) allen Lebenslagen zu.

XOXO
Michaela

keinen Beitrag mehr verpassen? Folge mir auf Facebook

Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade von MamasKind teil.

 

das könnte dich auch interessieren
Kindern gerecht werden

Kinderwunsch – von Gründen für ein weiteres Kind

kindern gerecht werden

Puppen sind nur für Mädchen

kindern gerecht werden

Vom sauber werden – Windeln, Töpfchentraining & Co

 

5 Kommentare

  1. Hallo,
    ich bin Mama von 2 Jungs. Es ist wirklich eine Herausforderung jedem gerecht zu werden. Ich merke jedesmal wenn der Grosse (5) wieder anstrengend wird (pausenloses Ermahnen- da er dann oft seinen kleinen Bruder segiert ), dass er einen Mummyday braucht. Einen exklusiven Tag nur mit mir. Da verbringt der Kleine den Tag im Kindergarten und ich mache mit dem Grossen etwas alleine. z.B.: In den Tiergarten fahren. Danach ist er wieder viel entspannter und ausgeglichener. Und auch der Kleine (2,5) genießt Mummydays.

    • das finde ich ganz wunderbar, das du dir bewusste Tage mit nur einem Kid schaffst, ich glaube dir sofort das es die Kinder sehr geniessen, danke für deinen lieben Kommentar, Michaela

  2. Liebe Michaela,
    vielen Dank für deinen Beitrag!
    Das intensive Betreuen bei Schulaufgaben haben wir noch gar nicht, das kommt auch noch! Und das geht nicht mehr zwischen Tür und Angel. Oje! 😀

    Schön, dass du auch schreibst, dass es nicht immer reibungslos klappt. Danke dir! 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Ach ja, wir würden uns ja etwas vorlügen wenn wir behaupten würden es klappt immer alles zu 100%, wir Mamas sind einfach auch nur Menschen; hab sehr gerne mitgemacht, Liebste Grüße Michaela

  3. Pingback: Auswertung:. So wird man Kindern gerecht - oder auch nicht - Mamaskind

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.