Vegane Meatball Pasta | Gastbeitrag

Spaghetti sind auf der Liste der Lieblingsessen meiner Jungs ganz klar unter den TOP 3. Ich glaube, so ist es bei fast allen Kindern. Deswegen freut es mich umso mehr, dass ich heute einen Gastbeitrag für dich habe, der bestimmt ein wenig Abwechslung auf deine Spaghetti zaubern wird. Ein leckeres Rezept für Meatball Pasta in einer veganen Version.

Vegane Meatball Pasta | GastbeitragMein Name ist Dominik und ich ernähre mich seit Oktober 2013 größtenteils rein pflanzlich. Gesundheitliche Probleme und meine starke Neurodermitis waren der Hauptauslöser für meine Ernährungsumstellung. Ethische Aspekte kamen jedoch ebenfalls recht schnell hinzu. Seit dieser Zeit betreibe ich auch meinen Blog Vegan isst grün, wo ich jede Woche 1-2 neue Rezepte und Artikel rund um das Thema Gesundheit & Veganismus veröffentliche. Ganz undogmatisch freue ich mich über jeden, der tierische Produkte in seinem Leben reduzieren möchte.

Bei meinen Rezepten versuche ich darauf zu achten, dass sie jeder möglichst einfach nachkochen kann. Fertigprodukte verwende ich nur sehr selten und achte stattdessen auf viel frisches Gemüse. Es hat lange gedauert, aber mittlerweile habe ich meine gesundheitlichen Probleme fast komplett in den Griff bekommen.
Seit Juli 2017 blogge ich zudem über Nachhaltigkeit und Müllvermeidung auf ecomonkey.de. Dort betreibe ich auch einen kleinen Shop für nachhaltige Produkte. Ein Teil der Umsätze wird an Projekte für den Klimaschutz gespendet.

Clemenza und seine Spaghetti

Hast du schon einmal die Filmreihe „Der Pate“ gesehen? Falls nicht, dann kann ich dir nur raten, es möglichst schnell nachzuholen. Ein absoluter Meilenstein der Filmgeschichte und auch heute noch extrem sehenswert.

Essen spielt in dieser Trilogie über die italienische Mafia in Amerika eine sehr wichtige Rolle. Da dürfen leckere Nudelgerichte natürlich nicht fehlen. In einer Szene erklärt die Figur Peter Clemenza, welche Zutaten in die bekannte Meatball Pasta kommen. Das Gericht ist auch heute noch bei vielen Italoamerikanern sehr beliebt ist. Das merkst du spätestens dann, wenn du mal die Gelegenheit hast und durch Little Italy in Manhattan schlenderst. Meatball Pasta steht dort bei fast jedem Italiener auf der Speisekarte.

Letztes Jahr habe ich mir den Film noch einmal angesehen und stellte mir bei der Szene mit Clemenza die Frage, ob man die Pasta nicht auch rein pflanzlich nachkochen könnte.
Für Faultiere wären die Gemüsebällchen eines schwedischen Möbelhauses wohl die erste Wahl gewesen. Aber das war mir zu einfach und außerdem wäre mir das dann auch keinen Blogpost wert gewesen. Also habe ich mich hingesetzt und ein wenig darüber nachgedacht, was ich wohl als Ersatz für Hackfleisch verwenden könnte. Am Ende habe ich mich für Tempeh entschieden. Und auch sonst habe ich einige Dinge im Vergleich zum Original geändert.

Vegane Meatball Pasta | Gastbeitrag

Meatball Pasta auf Basis von Tempeh

Soja steht normalerweise nicht so wirklich oft auf meinem Speiseplan. Nicht weil ich es für ungesund halte, sondern weil ich Abwechslung mag und tierische Produkte nicht einfach mit allem ersetzen möchte, was die lustige Sojawelt so zu bieten hat. Aber wenn Soja bei mir auf dem Teller landet, dann meist in Form von Tempeh. Du hast von Tempeh noch nie etwas gehört? Macht nichts, dann erzähle ich dir kurz etwas darüber.

Tempeh wird aus gekochten Sojabohnen hergestellt, die mit einem gutartigen Schimmelpilz geimpft werden. Hört sich jetzt zunächst einmal nicht so wahnsinnig kulinarisch wertvoll an. Am ehesten kann man es wohl mit der Herstellung von Camembert vergleichen, dem ja ebenfalls ein solcher Pilz beigefügt wird. Der dadurch angestoßene Prozess wird Fermentation genannt.
Die Sojabohnen werden im Anschluss an die Impfung durch den Pilz an einen warmen Ort gestellt und fermentieren ein wenig vor sich hin. Während dieses Prozesses verändert sich die Nährstoffstruktur. Proteine werden aufgespalten, wodurch unser Körper die Sojabohnen besser verdauen kann. Fermente die du vielleicht schon kennst sind beispielsweise Sauerkraut, Käse, Wein und Sauerteigbrot.

Ist die Fermentation der Sojabohnen abgeschlossen, hat man am Ende eine Art Kuchen. Davon lassen sich einzelne Scheiben abschneiden und braten. Der Geschmack erinnert an frische Pilze und ist leicht nussig. Für Meatball Pasta also genau das Richtige. Denn durch diesen recht intensiven Geschmack kann man das deftige Hackfleisch im Original gut kompensieren.

Vegane Meatball Pasta | Gastbeitrag

Den Tempeh habe ich zu einer Art Teig verarbeitet und ordentlich gewürzt, damit er noch etwas mehr Geschmack bekommt. Aus dem fertigen Teig habe ich dann kleine Bällchen geformt und in einer Pfanne angebraten. Am Schluss kommt noch die leckere Sauce mit viel frischem Gemüse dazu. Ein wenig frisches Basilikum rundet die Geschichte ab und verpasst dem Gericht noch etwas Farbe.

Natürlich schmecken Tempeh-Bällchen nicht wirklich nach Hackfleisch. Aber das muss auch gar nicht unbedingt sein. Denn das Gericht ist auf seine Art und Weise sehr originell und bekommt durch die Gewürze eine tolle Geschmacksnote, sodass du das Fleisch überhaupt nicht vermissen wirst.
Also, leih dir „Der Pate“ aus, schwing dich an den Herd, gieß dir ein Glas Rotwein ein und genieß den Abend. Und falls du Kinder daheim hast, dann tausch den Rotwein einfach gegen Wasser oder Saft aus. Der Film muss dann halt warten, bis die Zwerge im Bett sind.

Meatball Pasta – das Rezept

Zutaten
für 2 Personen

Vorbereitung: 10 Minuten/ Kochzeit: 25 Minuten

200 Gramm Tempeh
3 Esslöffel Kichererbsenmehl
1 TL Öl
1 mittelgroße Zucchini
1 Teelöffel Oregano getrocknet
1 TL Thymian getrocknet
1 TL Rosmarin getrocknet
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 Messerspitze Knoblauchpulver
Salz und Pfeffer
Sauce und die Pasta
1 große Paprika gelb
1 Dose Tomaten 400 Gramm
200 Gramm Spaghetti (reicht für 2 Personen) bei guten Essern etwas mehr
1 TLl Zucker alternativ Agavendicksaft
1 große Zucchini
1 EL Oregano getrocknet
1 TLThymian getrocknet
1 TL Rosmarin getrocknet
1 kleine Knoblauchzehe
1 handvoll Basilikum frisch
Salz und Pfeffer

Vegane Meatball Pasta | Gastbeitrag

Anleitung

  • Schneide den Tempeh in kleine Stücke und gib ihn in eine Schüssel. Zerdrücke die Stücke so gut es geht mit einer Gabel. Gib jetzt alle Zutaten für die Tempeh Meatballs mit in die Schüssel und zerdrücke alles mit deiner Hand zu einem Teig. Sei dabei nicht zimperlich. Das Ganze soll am Ende eine homogene Teigmasse sein und die Gewürze sollen sich natürlich gut verteilen. Zum Schluss gibst du noch Salz und Pfeffer hinzu. Wenn du dir unsicher bist, dann kannst du eine kleine Menge vorwürzen, anbraten, testen und dann noch einmal nachwürzen. Forme daraus 8-10 kleine Bällchen.
  • Brate die Meatballs jetzt in reichlich Öl an. Reduziere auf mittlere Hitze und brate die Bällchen von allen Seiten für ca. 6-8 Minuten an, bis sie goldbraun sind. Danach stellst du sie zur Seite.
  • Bringe reichlich Wasser für die Pasta zum Kochen. Sobald es kocht, kannst du Salz hinzufügen. Gib die Pasta in den Topf und koche sie nach Packungsbeilage al dente.
  • Wasche das Gemüse, entferne die Enden und den Kern der Paprika. Schneide alles in kleine, mundgerechte Stücke. Schäle den Knoblauch und hacke ihn fein.
  • Erhitze etwas Öl in einer Pfanne und gib den Knoblauch hinein. Reduziere die Hitze und schwitze ihn für 2-3 Minuten an. Gib das Gemüse dazu und brate alles für 3-4 Minuten an.
  • Gib jetzt die Tomaten aus der Dose mit zum Gemüse. Vermenge alles und würze mit Zucker, Oregano, Thymian und Rosmarin. Lass die Sauce für 6 Minuten köcheln. Schmecke alles mit Salz und Pfeffer ab.
  • Nimm die Sauce vom Herd, zupfe das Basilikum und Menge es in die Sauce. Gieße die Pasta ab und vermenge sie in einem Topf mit der Sauce. Richte die Pasta auf Tellern an und gib die Meatballs dazu. Ein klein bisschen frischer Basilikum dazu und servieren.

Mahlzeit und lass dir deine Meatball Pasta schmecken.

 

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