Kategorie: CAPSULE WARDROBE

Natur ums Eck I grüne Mode regional kaufen

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Grüne Mode zu finden ist alles andere als einfach. Schlichte Basic Teile habe ich bisher in meiner Capsule Wardrobe schmerzlich vermisst. Gefunden habe ich sie aber letztendlich im wunderschönen Mühlviertel bei Natur ums Eck *. Ein passender Name für ein wunderbares Unternehmen, und davon möchte ich euch genauer erzählen.

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Kukla, Strickjacke, Shirt – meine Capsule Wardrobe Basics + FREEBIE

Kukla
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Habt ihr Lust auf einen Blick in meine Kleiderschrank? Es wird Zeit für ein Capsule Wardrobe Update. Heute zeige ich euch meine Basics, die, wie ich finde, einfach jede Frau in ihrem Kleiderschrank haben sollte. Und es gibt ein Plotter FREEBIE zum downloaden.

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(m)ein Jahr ohne Kleiderkauf 2016 – ein Fazit

ein Jahr ohne kleiderkauf

Kaum hat das neue Jahr begonnen, gibts doch noch mal einen Blick zurück ins Jahr 2016. Denn mein Rückblick auf (m)ein Jahr ohne Kleiderkauf 2016 und meine persönliche #littlebeekauftnix Challange ist noch ausständig.

Begonnen hat alles mit der Idee und dem Versuch, ein Jahr lang keine Klamotten zu kaufen.
Ich habe mir dieses Experiment nur aus einem einzigen Grund vorgenommen.
Ich wollte wissen ob es funktionieren kann.
Ich wollte wissen, wie sehr ich in dieser Konsumgesellschaft gefangen bin.
Ob ich es persönlich schaffen kann, zu verzichten.
Und wo meine Grenzen in Sachen Selbstherstellung sind.

ein Jahr ohne Kleiderkauf

Der Beginn war sehr einfach und voll Motivation. Ich habe meinen Kleiderschrank rigoros ausgemistet und einige Säcke in die AltkleiderSammlung gegeben. Einen ganzen Stapel im Schrank gelassen, von dem ich nicht genau wusste, ob ich ihn noch behalten möchte oder nicht – das wollte ich spätestens nach diesem Jahr entscheiden. Und ein kleiner Stapel zum upcyclen ist in meinem Stoffschrank gelandet.
Im Kleiderschrank geblieben ist eine relativ gut sortierte Garderobe.  So hatte ich einen Überblick über den aktuellen Stand. Solch ein Ausmisten empfehle ich übrigens ganz generell jedem mindestens einmal im Jahr. Ballast abwerfen tut unheimlich gut, ein Aufräumen im Kleiderschrank ist sehr befreiend, finde ich.

Tasche ALVA/ Sweatjacke PHOENIX/ Herrenhemd MEISTER LENZ/ Kameratasche KLEIN SMILLA/ Kleid DOLORES/ Jeans BIRKIN FLARES/ Tasche FOLD OVER CLUTCH/ Blazer LADY GRACE/ Tasche TÄSCHII WILMA/ Tragejacke WIND&WETTER PARKA/ Blazer LADY GRACE/ Tasche HANNY/ Fledermausshirt ALICE/ Wickeltasche MAMA DELUXE/ Short COACHELLA/ Blusenkleid MARIGOLD/ Hoodie PALOUIS/ Walk Jacke JAKKE/ Kameragurt LITTLEBEE/ Jacke WIND&WETTER PARKA

Das große Shoppen habe ich eigentlich von Beginn an nicht vermisst. Ich muss aber zu meiner Verteidigung sagen – in diesem Punkt bin ich die absolute Anti-Frau. Ich mache mir schon lange nichts mehr aus einem Tag im Einkaufszentrum mit 20 Sackerln beladen herumschlendern und zu guter Letzt ein Kaffeetratsch mit Freundinnen. Sorry, not my world.

Außerdem war mir ja nach der Bestandsaufnahme im Kleiderschrank klar – ich brauche nichts.
Ich habe alles und bin gut versorgt. Allein DAS zu erkennen hat mich einen großen Schritt nach vorne gebracht.
Einen sehr sehr großen.
Dieser Gedanke hat so einiges mit mir gemacht.
Er hat es geschafft, mich auch über meinen restlichen Konsum nachzudenken zu lassen und darüber, was ich wirklich brauche und was nicht.
Aber dazu werde ich wirklich noch einen eigenen Beitrag verfassen. Was es in meinem Nähzimmer bewirkt hat, habe ich erst vor kurzem erzählt.

Meine Jahresbilanz

Als ich vor Kurzem alle genähten Teile 2016 hervorgeholt habe, wurde mir erst klar, wieviel ich tatsächlich produziert habe. Übers Jahr verteilt genäht kommt es einem sehr wenig vor. Insgesamt sind es 20 (!!!) Teile, also doch eine ganze Menge. Und weil ich den absoluten Vergleich haben wollte, habe ich mir eine Liste erstellt und genau eingetragen was ich gekauft und was ich genäht habe.

Diese Liste ist sicher auch für alle von euch interessant, die nicht selbst nähen, nur um einmal zu sehen, was man sich das ganze Jahr über so kauft. Die Liste gibt es hier zum downloaden. Mich würde euer Fazit sehr interessieren, falls ihr Lust habt, es mit mir zu teilen, würde ich mich sehr freuen. Markiert mich einfach auf Instagram oder Facebook oder postet euren Link hier als Kommentar unter diesen Beitrag.

Zu guter Letzt möchte ich noch sagen, ich habe es geschafft. Lediglich 6 Paar Socken und 2 Pkg Schlüppis habe ich mir gekauft. OK, und ein uni weisses Shirt für ein Fotoshooting, weil ich keines hatte und es dringend war. Und leider auch eine Jeans weil die Alte, vor genau 1 Jahr (!!!) gekauft, total durchgescheuert war und ein großes Loch hatte. Pfffff. Dazu werde ich bestimmt auch noch meinen Senf abgeben, weil so so ärgerlich ist.

Was bleibt nach so einem Jahr zurück?

Die Erkenntnis das ich von allem viel zu viel habe, nicht nur vor Kleidung. Das ich mit viel weniger auskommen kann, als ich immer gedacht habe. Und dasaAufräumen und ausmisten so unheimlich gut tu, das ich in vielen anderen Bereichen auch begonnen habe, auszumisten.
Und war das nun das Ende? Geht’s jetzt wieder normal weiter?
Nein. Ich glaube auch, das ist gar nicht mehr möglich.
Dieses eine Jahr ohne Kleiderkauf hat einfach viel verändert.
Wies genau weitergeht verrate ich bald.

XOXO
Michaela

hier nochmal alle meine Werke 2016 
in der Reihenfolge auf dem Bild von links nach rechts
Tasche ALVA/ Sweatjacke PHOENIX/ Herrenhemd MEISTER LENZ/ Kameratasche     KLEIN SMILLA/ Kleid DOLORES/ Jeans BIRKIN FLARES/ Tasche FOLD OVER CLUTCH/ Blazer LADY GRACE/ Tasche TÄSCHII WILMA/ Tragejacke WIND&WETTER PARKA/     Blazer LADY GRACE/ Tasche HANNY/ Fledermausshirt ALICE/ Wickeltasche       MAMA DELUXE/ Short COACHELLA/ Blusenkleid MARIGOLD/ Hoodie PALOUIS/        Walk Jacke JAKKE/ Kameragurt LITTLEBEE/ Jacke WIND&WETTER PARKA 

verlinkt: RUMS, Create in Austria

meistgetragen und selbstgemacht 2016

Was wäre ein Jahr ohne ein Resümee?
Ohne Jahresrückblicke, Best Of´s und vielem mehr, was uns daran erinnert was wir nicht alles getan oder eben nicht getan haben. Was gut und schlecht war.
Besser hätte sein können oder einfach grandios war.

Da darf doch ein Best Of aller Nähwerke nicht fehlen. Aber nicht irgendeines, sondern das, der am meisten getragenen UND selbstgemachten Stücke 2016.
Eine Wahnsinns Herausforderung und ich musste wirklich überlegen, was ich wohl am meisten getragen habe. Dieses Jahr sind immerhin einige Stücke im Zuge meiner #littlebeekauftnix Challange entstanden und ich liebe jedes einzelne Teil. Trotzdem habe ich natürlich Lieblingsstücke mit dabei die ich wirklich mehr als nur oft getragen habe.

Meistgetragen und Selbstgemacht 2016

Ich wollte alle 3 in einem Bild verpacken.
Geht das?
Ja, definitiv.
Meine TOP 3 für mich selbst genähten Teile sind diese 3.

 

Platz 3

Der Männerhoodie für Mädels. Sagt ja keiner, das einen Mänerhoodie nur Männer tragen dürfen. Und sorry, ich mags manchmal einfach gern legeré und eben NICHT tailliert. Sondern schön locker und bequem. Nur weil ich ein Mädchen bin, mag ich nicht alles eng anliegend und schon gar nicht immer alles zeigen, was ich so hab. Also gabs einen Palouis für mich und der sitzt aber sowas von lässig. Einzig ein bisschen zu dünn empfinde ich den Stoff, also für richtig frostige Wintertage mag ich ihn nicht so gern. Glaub ich. Ich bin mir da mit mir selbst noch nicht so einig. Gearbeitet hab ich ihn nach dem japanischen Vorbild. Das war mein allererster Versuch, einen Pullover in diesem Stil nachzuarbeiten. Und es folgten noch ein paar mehr 2016, allerdings nicht für mich.

Platz 2

Meine allererste Jeans. Was war ich skeptisch bei diesem Projekt.
Unglaubliche Angst hatte ich. Ja wirklich. Das ist definitiv kein Witz.
Vor Hosen habe ich unheimlich Respekt. Nicht wegen der Arbeit sondern wegen der Passform. Weil Hosen in der Regel NICHT sitzen. Weder gekaufte noch die, die ich nach einem Schnittmuster arbeite. Ich habe also viel Arbeit vor mir gesehen, wollte mich der Herausforderung aber trotzdem unbedingt stellen. Vor allem weil ich wusste, das ich im Zuge meiner #littlebeekauftnix Challange 2016 bestimmt eine Hose brauchen würde.
Also kam mir die Birkin Flares gerade recht. Im Original von BlankSlatePatterns wurde der Schnitt von Nähconnection aus dem englischen übersetzt. Und was soll ich sagen, sie saß von der ersten Anprobe an perfekt an mir. Das passiert mir bei Hosenschnitten sonst leider nie. Deswegen Daumen hoch von mir für dieses tolle Schnittmuster.

Platz 1

Unangefochten und definitiv mein absoluter Liebling für alle Zeiten – mein Wind&Wetter Parka aus Wollwalk. Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, das ich eine selbstgenähte Jacke definitiv lieber tragen werde als meine gekaufte und das sie mich 3x besser wärmen wird, hätte ich gelacht. ich war nämlich anfangs sehr sehr skeptisch. Klar, Wollwalk ist genial, für den Jüngsten nähe ich Herbst-/ Winterkleidung am Liebsten aus Walk. Aber bei mir selbst war ich wirklich nicht so sicher, ob mich ein Parka aus Walk tatsächlich (genug) wärmen würde.
Aber was soll ich sagen?
Ich bin wirklich immer noch sehr begeistert. Ich trage ihn wirklich immer noch sehr gerne.
Er wärmt mich, sieht immer noch aus wie neu. Hat bis auf einen ausgerissenen Anorak Knopf, und das war übrigens nicht mein Fehler sondern ist beim abgeben an einer Garderobe (gegen Gebühr!!!) passiert. Egal, ich muss ihn ersetzten, steht schon längst auf meiner ToDo Liste.
Ausserdem finde ich den alten Futterstoff meiner Uroma immer noch sehr genial.

Das gerade diese 3 Schnitte einmal meine Top3 eines Kalenderjahres sein werden hätte ich nie für möglich gehalten. Diese übrigens sehr geniale Idee stammt von Susanne aka Mamimade. Ich finds toll, hat mich sehr zum nachdenken gebracht. Das meine Teilchen alle auf ein Foto passen war mir erst gar nicht klar. Hat etwas gedauert, denn eigentlich wollte ich jedes selbst gemachte Stück noch einmal neu in Szene setzten. Und so sind meine Top 3 alle auf einem Bild vereint.
Schön oder?

XOXO
Michaela

verlinkt: Rums, Mamimade

gut verpackt in Klein Smilla

Mein Kamera lebt ein trauriges Leben. Sie wird einfach so in den Rucksack gepackt. Wenn sie nicht in  Verwendung ist, liegt sie im Schrank. Sie hat nichtmal eine Tasche. Richtig traurig, oder? Umso besser das sie mit Klein-Smilla nun endlich ein adäquates zu Hause bekommen hat, so wie sie es verdient. Ich habe es nämlich generell nicht so mit Kamerataschen.
Den Meisten fehlen gewisse Annehmlichkeiten, auf die ich nicht verzichten will.
Oder sie sind zu klein, zu gross, zu dick oder zu dünn. Vom Design ganz zu schweigen.
Es hilft in diesem Fall eigentlich nur selbst nähen, aber ein richtig gutes Schnittmuster habe ich noch nicht entdeckt.

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reduzieren im Nähzimmer – #littlebeekauftnix

Schon komisch, als ich im Januar meine persönliche Challange – 1 Jahr ohne Kleiderkauf – begonnen habe, war mir nicht klar, wie weit diese Challange auch mein restliches Leben beeinflussen würde. Ende des Jahres werde ich einen Rückblick schreiben, wie es nun tatsächlich war, dieses Jahr 2016, und ob es mir gelungen ist, nichts zu kaufen. Aber heute möchte ich auf einen anderen, sehr wichtigen Teil meines Lebens eingehen, den dieses Jahr sehr beeinflusst hat. Mein Nähzimmer.

Ich bin, vermutlich wie die meisten Nähtanten, Stoffsüchtig gewesen. Ja ganz ehrlich. Ich muss das so schreiben. Ich habe hatte massenhaft Stoffe. In allen Qualitäten und Mustern. Dazu ein Konvolut an Bändern, Borten, Reissverschlüssen, Karabinern und anderem Taschenzubehör. Natürlich massig Kunstleder und Futterstoffe, Henkel, Schlüsselringe, Garne und nicht zu vergessen, Schnittmustern. Ich habe hatte alles, was das Herz begehrte und noch viel mehr.
Ich habe mich in Stoffe, Farben, Muster verliebt und sie gekauft. Planlos. (Fast) Immer.
Ich hatte alles fein säuberlich geordnet und trotzdem längst keinen Überblick mehr.

#littlebeekauftnix

Wenn man sich selbst ein einjähriges Kaufverbot auferlegt, dann beginnt man zu hinterfragen. Man betritt kaum noch Läden, das ist so. Man darf ja sowieso nichts kaufen, also hat man auch kein Bedürfnis mehr zu schauen, was es so gibt. Man holt sich keinen Gusto mehr.
Deswegen habe ich in erster Linie meine Stoffvorräte durchforstet wenn mir nach einem neuen Kleidungsstück war, und festgestellt, ich habe viele Stoffe, die ich niemals für mich verarbeiten werde. Ich liebe alle Muster und Farben, aber ich würde die meisten davon nicht tragen.
Wozu habe ich sie gekauft?
Dieser Gedanke setzte eine Maschinerie in Gang, das hätte ich SO selbst nicht erwartet.
Ich habe begonnen, meine Stoffstapel zu sortieren in Stoffe die bleiben weil ich daraus etwas für mich oder meine Kinder nähen werde. Und einen Stapel mit Stoffen, aus denen ich niemals ein Kleidungsstück tragen werde. Und einem ganzen Stapel nur mit Resten, die ich für „alle Fälle“ aufgehoben hatte. Und habe gut 2/3 aller meiner Stoff verkauft. Sogar heiss geliebte Streichelstöffchen habe ich weg gegeben. Beim ersten Stoff tats noch weh, mit jedem weiteren Meter ging es leichter.

Ich hätte nie gedacht, wie befreiend es sein kann loszulassen.

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Ich näh Bio

Ausserdem habe ich begonnen viel mehr auf die Qualität der Stoffe zu achten und nähe jetzt zu 90% nur noch in Bio Qualität. Es hilft meiner Meinung nach nichts, den großen Kleidungsketten aufgrund von minderer Qualität und Ausbeutung der Näherinnen den Rücken zu kehren, und zu Hause Shirts aus den letzten Ramsch Stoffen zu nähen. Denn ich halte es mit dem Nähen wie mit dem Einkaufen. Ich überlege ob ich ein Kleidungsstück brauche oder eben nicht.
Ich nähe mittlerweile nicht mehr ausschliesslich aus Spass sondern weil ich es kann und möchte und so nicht einkaufen muss. Das bedeutet, anstatt 50 Shirts in minderer Qualität besitze ich eben nichtmal die Hälfte davon aber dafür in guter Qualität, so gleicht sich auch der höhere Stoffpreis aus, den ich durchaus bereit bin zu zahlen. Und das finde ich gut so.

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Natürlich möchte ich  auch in diesem Beitrag etwas Genähtes zeigen. Denn ohne das genähte Teilchen wäre dieser Beitrag gar nicht entstanden. Ich habe nämlich in einer Kiste ein Streichelstöffchen gefunden, das ich, natürlich völlig planlos, schon vor einem Jahr gekauft haben ohne einen Gedanken was daraus werden soll. Ein wirklich feiner und überaus weicher Bio Jersey, der jetzt zu einem Schlafanzug für den Jüngsten würde. Angaben zum Schnitt gibts weiter unten. Grau – senfgelb ist immer noch eine meiner liebsten Kombis. Und schnell genäht ist so ein Schlafanzug allemal. Es fühlt sich im übrigen wirklich toll an, soviel Ballast los geworden zu sein, Und mein Nähverhalten ist nun so, das ich nicht alles haben muss nur weil es der Markt vorgibt. Ich spüre nicht mehr den Drang auf jeden Zug mit aufspringen zu müssen und jeden neuen Schnitt sofort zu kaufen, geschweige denn danach nähen zu müssen.
Ebenso bei neuen Stoffdesigns. Jetzt ist es tatsächlich so, das ich nur noch nach Bedarf  nähe und wirklich projektbezogen Stoffe und Zubehör kaufe. Auch wenn es Anfangs schwer gefallen ist, so ist es jetzt doch zu einer sehr runden Sache für mich geworden.

XOXO
MIchaela

Schnitt: Schlafanzug Emil(y) von heidimade
Stoff: Grinsestern
verlinkt: Ich näh Bio, Creadienstag, Create in Austria

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Punkte gegen das Herbstgrau – meine Jakke

Ok, erstmal etwas leidiges, zu Anfang des Beitrags, bevor ich euch meine neue Jakke zeige. Ich habe (k)ein Arbeitszimmer. Nichts Ganzes und nichts Halbes wie man so schön sagt.
Es ist so. Es gibt einen Raum der für mich vorgesehen ist, aber, er ist nicht fertig, geschweige denn nutzbar. Und es fehlt einfach immer die Zeit ihn Atelier tauglich zu bekommen, denn es ist leider etwas mehr zu tun als nur schnell ausmalen und fertig. Leider. Erst vor einigen Wochen habe ich dort mal komplett umsortiert und mir ist dieser wunderschöne Wollwalk in die Hände gefallen, den ich nun endlich verarbeitet hab.

Meine neue Jakke

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Jakke? Ist das ein Schreibfehler? Nein, natürlich nicht.
Das ist der neue Schnitt von EvLi´s Needle. Der Wollwalk hat sich perfekt dafür angeboten.
Der Schnitt ist total schön simpel gehalten und meiner Meinung nach absolut anfängertauglich.
Und so schnell genäht, ich bin begeistert. Ich habe mich bewusst für Walk entschieden, weil die Jakke so ein richtiger Jackenersatz ist für schöne Herbsttage ist und trotzdem schön wärmt.

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Das Wichtigste an einem Mantel

Wichtig für mich – Taschen. Und das ist wirklich der erste (Strick) Jacken/Mantel Schnitt der tolle große Taschen hat. Mag ich sehr. Und eine brauchbare Kapuzen die nicht nur gedoppelt genäht werden kann, sondern auch mit Streifenversäuberung, und das finde ich ja schonmal absolut Professionell. Auch die Jakke ansich wird mit Belegen versäubert. Ich hatte zwar erst Bedenken, das es mit Walk viel zu dick wird, aber diese Bedenken waren umsonst. Versäuberung auch mit Walk möglich. Wobei ich mir da eine Jakke in uni mit Kontrast Belegen auch sehr gut vorstellen könnte.

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Übrigens war diese Jakke meine Testversion wegen der Passform. Und ich muss sagen,
sie sitzt super. Mit dünnem Shirt geht sie auch perfekt als Jacckenersatz, mit dickerem Pulli drunter würde ich zu einer Nummer Größer raten, weil die Ärmel doch recht eng sind.
Jetzt werde ich mich auch daran wagen, einen tollen, hellgrauen Strickstoff anzuschneiden den ich mir im Sommer vom #bloggerwahnsinn in Klagenfurt mitgenommen habe.

Mein Beitrag wandert heute zu Rums und zu Create in Austria. Und wenn du keinen meiner Beiträge mehr verpassen möchtest, dann folge mir doch auf Facebook.

XOXO
Michaela

Unsere neue Tragejacke – mein Tragling & ich

Ja, der Jüngste ist jetzt 2 Jahre alt, aber trotzdem Tragen wir immer noch gerne. Das heisst.
Ich trage. Er geniesst.
Nein, eigentlich geniessen wir das Beide immer noch sehr. Und zum Herbstwetter und der Übergangszeit gehört dann leider auch schlechteres Wetter. Und kühlere Tage. Im letzten Jahr hatte ich eine ordentliche Tragejacke. Eigentlich hat sie uns schon kurz nach der Geburt begleitet und war auch wirklich unersetzlich. Nachdem das Tragen aber weniger wurde, habe ich sie nach dem letzten Winter weggegeben und nur noch eine übergrosse Outdoorjacke verwendet. Ja, das geht. Aber ganz ehrlich – mit Tragejacke ist es einfach viel feiner. Weil sie dem Körper des Kindes angepasst ist, und sich so viel besser an 2 Körper anschmiegt.

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Neue Tragejacke – lohnt sich das noch?

Eine neue Jacke will und wollte ich mir für die kommenden kühleren Tage nicht mehr anschaffen. So hat es sich perfekt getroffen, das es für meinen absoluten Parka Lieblingsschnitt jetzt auch einen Trageeinsatz* gibt. Das ist perfekt, denn so ist die Jacke auch solo verwendbar ohne das sie schon von Weitem  „Tragling“ oder „schwanger“ schreit.
Erst im Frühling hatte ich mir einen Wind&Wetter Parka genäht – damals aus Walk.
Und ich bin mit der Passform mehr als nur zufrieden gewesen.
Diesmal habe ich mich auf Jackenlänge beschränkt und festeren Baumwollkörper vernäht und den Parka nicht gefüttert. Für kühlere Herbsttage, aber auch im Frühling und Sommer perfekt, wenn es einmal kühler sein sollte.

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Viele Details die sich lohnen

Detailverliebt wie ich nunmal bin, habe ich auch an meiner Jacke ein paar feine Details.
Mein Kordanzug an der Kapuze hat 4 Ösen anstatt der vorgesehenen 2.
So kommt die Kordel am hinteren Kapuzenteil nach draussen. Ausserdem habe ich innen einen zuckersüssen Häschen Baumwollestoff vernäht.

lilbee10Besonders aufgehalten haben mich die Steppnähte, die ich diesmal aus Jeansnähgarn gemacht habe. Ohne Steppnähte hätte es einfach nicht gepasst und auch wenn es ein tatsächlich recht grosser Mehraufwand war, hat es sich gelohnt. An den Ärmeln habe ich wieder versteckte Armbündchen genäht, nach diesem Tutorial.

lilbee8Den Kordelzug an der Taille habe ich wieder ins Innere des Parka verlegt. Wie das genau funktioniert, kann man in meinem Tutorial nachlesen. Nacharbeiten sehr empfehlenswert.
Und natürlich habe ich ein SnapPap Label aufgenäht.

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Wichtig war mir auch wieder der Kinnschutz, den ich eigentlich immer aus Bündchen nähe.
Und besonders genial an der Tragejacke ist der Windschutz im Trageiensatz, so wird es auch Mama nicht kalt weil der Trageeinsatz am Hals extra geschlossen werden kann.

Alle Facts auf einen Blick

Wind & Wetter Parka als lange Version und Jackenversion. Dazu passend gibt es die Möglichkeit einen Trageinsatz zu nähen – für vorne und für hinten. Außerdem noch als Zusatz einen Schwangerschaftseinsatz.
WOW sag ich da, weil ich eigentlich bisher keinen Schnitt für alles kannte.
Bei Lotte & Ludwig findet man alle Infos wo der Schnitt erhältlich ist.
Das Video möchte ich noch hier lassen, alle Tragemöglichkeiten auf einen Blick.


XOXO
MIchaela

 

verlinkt: Create in Austria, Rums

*Schnitt im Zuge des Probeneähens zu Verfügung gestellt.

Blazer Liebe {Rums #35/16}

Vor fast genau 2 Jahren bin ich nun nochmal Mama geworden. Und wie das so ist, habe ich in der Zeit ganz schön oft und häufig auf mich selbst vergessen. Das fängt bei den Haaren an, die meistens streng nach oben gebunden sind, weils ja so praktisch ist, geht weiter bei mehr ungeschminkten Tagen pro Monat als geschminkten, und hört irgendwo bei Turnschuhen auf. Und das betrifft natürlich auch den Kleiderschrank. Denn meistens bin ich praktisch gekleidet, Jeans, Shirt, Turnschuhe. Und eine Zeit lang musste ich mich dazu meist 2x täglich umziehen weil mich da jemand vollgekleckert oder vollgespuckt hat. Tja, so ist das mit einem kleine Kind im Haus. Aber irgendwie muss und kann und soll sich das auch langsam wieder ändern.  Deswegen war für mich der #bloggerwahnsinn nicht nur Entspannung, sondern ich wollte auch ein Projekt für mich umsetzten. Für mich ganz alleine. Und gerne auch aufwändiger und viel zu denken, denn zu Hause habe ich ja, dank vieler Unterbrechungen, kaum noch Chancen auf solche Sachen. Deswegen habe ich mich, so wie 3 andere Mädels auch, für einen Blazer entschieden.

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Schnittmuster gibt es ja einige aber ich habe mich dann doch für LadyGrace von mialuna entschieden. Allerdings – na, wem fällst auf? – eines abgeändert. Im Schnittmuster ist nur eine Belegversäuberung vorgesehen, wer die Fachbegriffe nicht versteht, das bedeutet, der Blazer ist nicht gefüttert. Und so bekommt man sie ja auch mittlerweile in jedem Klamottenladen hab ich mir sagen lassen – ich kauf ja seit Jänner nix, hab also null Ahnung. Ich hatte mich aber in diesen getreiften Jersey verliebt und wollte den Blazer, wie man auf dem Foto gut sieht, mit aufgekrempelten Ärmeln tragen, so, dass man den tollen Futterstoff sieht. Also habe den Schnitt abgeändert und den Blazer komplett abgefüttert. Das ist gar nicht so schwer. Und nachdem ich mir ja schon einmal einen Blazer auf Maß genäht habe, war mir das Abfüttern auch nicht fremd. Einzig am Schnitt muss man kleine Änderungen vornehmen, damit dann am Ende alles passt.

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Ich hatte von Anfang an diese Vorstellung im Kopf, zu meinem gestreiften Jersey für das Futter habe ich einen Sweat kombiniert in Strickoptik. Er fühlt sich kuschelig weich an und lässt sich besser verarbeiten als ich es erwartet hatte. Nur an Knopflöcher habe ich mich nicht getraut, weil ich durch die groben Maschen des Stoffes Angst hatte, sie würden ausreissen. Aber ganz ehrlich – Knöpfe wären sowieso nur zur Zierde am Blazer, nutzen würde ich sie bestimmt nicht. Ich bin mit meinem Ergebnis sehr sehr zufrieden und total verliebt in mein neues Lieblingsstück. Ich streichle immer noch gern drüber. Nicht lachen. Nähtanten verstehen das, oder ?!? Natürlich haben wir beim Fotoshooting auch noch ein Blazer-Mädels-Bild gemacht.

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©Liebedinge

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©Liebedinge

vlnr: Sylvia (Ilvy_von_Flake), Claudia (Malala), Esther (Fadenschnitt) und zu guter Letzt ich

Die Blazer sitzen alle wie angegossen und passen zu jeder farblich perfekt finde ich. Ein weiteres Stückchen für meine #littlebeekauftnix Challange. Mein nächster Blazer ist übrigens schon in Arbeit, diesmal eine einfache Version.

XOXO

Michaela

 

verlinkt: Create in Austria, Rums

Nähmob Kleid {Rums #34/16}

Wuhooo, als Annelie von Ahoi zum sommerlichen Nähmob aufgerufen hatte, wusste ich, das wird ein Spass, da will ich unbedingt dabei sein. Der letzte Nähmob an dem ich mich beteiligt hatte war ja im Herbst, viel zu lange her. Und diesmal war es ja eine super geniale Sommerchallange. Ein Kleid. Jetzt muss ich ehrlich gestehen, ich bin nicht so der Fan von Kleidern und Kleidchen. Und ich habe wirklich lange überlegt welcher Schnitt zu mir passen könnte. Ich will ja, wenn ich schon etwas für mich nähe, das ich es auch wirklich tragen werde.

Das perfekte Kleid

Also begann die (leider) mühsame Suche nach dem passenden Schnitt. Denn ich hatte (leider) schon einen ganz genau Vorstellung im Kopf von meinem fertigen Kleid. Alle Recherchen zum Trotz fand ich aber keinen passenden Schnitt. Erst eine Umfrage in einer Nähgruppe brachte mich zu Dorlores von Milchmonster.


Ich habe mich vom Grundgerüst an den Schnitt gehalten, ihn aber in der Länge angepasst und auch ab der Taille einige Änderungen vorgenommen damit das fertige Kleid meinen Vorstellungen entspricht. Im Nachhinein würde ich sagen, ich hätte den Schnitt fast selbst zeichnen können, obwohl, nein, es war schon eine Zeiteinsparung auf einen fertigen Schnitt zurückzugreifen.  Ich habe den Rockteil ziemlich geschmälert, weil er im Original doch sehr sehr stark ausgestellt ist. Wirklich TOP sind die Abnäher. Die sitzen bei mir wirklich perfekt. ich hatte nämlich wirklich Angst, das sie nicht da sitzen, wo sie hingehören, aber sie sind wirklich große Klasse.   Jetzt bin ich allerdings mehr als nur zufrieden mit meinem Blusenkleid. Ich wollte es tatsächlich genau SO haben. Länge kurz bis übers Knie, mit Knopfleiste bis nach unten, kurzen Ärmeln und aus weichem Bio Voile von biostoffe.at, GOTS zertifiziert, der wirklich traumhaft auf der Haut ist. Jetzt im Sommer trage ich dazu einfach nur FlipFlops. Und dann ab ins Freibad oder zum Strand. So herrlich.

nähmobb

Und im Winter einfach Leggins, Stiefel und Strickjacke dazu. Aber daran wollen wir noch lang nicht denken deswegen kommt jetzt einfach mein sommerliches #nähmob Bild am Strand von Grado in Italien ❤️

XOXO

Michaela
verlinkt: Rums, #nähmob, ich näh Bio